Über diesen Blog

portrait-cutoutWer bin ich?

Ich bin im Jahr 1983 geboren, männlich und habe zwei Schwestern, zudem eine wunderschöne, liebevolle Frau. Studiert habe ich Biologie, arbeite allerdings seit vielen Jahren erfolgreich als Software- und Webentwickler.

Seit meinem 10. Lebensjahr befinde ich mich in Therapie, wegen einer Vielzahl an Schwierigkeiten, die aus der Gewalt resultieren, die ich als Kind erleben musste.

Worum geht es in diesem Blog?

  • Um mein Leben als Ganzes
  • Um meine Gedanken, Gefühle, Wünsche
  • Um Glück und Unglück
  • Um Liebe
  • Um meinen Vater, der sich umgebracht hat, als ich 15 Jahre alt war.
  • Um die Gewalt in meiner Familie, vor allem um die Gewalt meiner Mutter gegen mich.
  • Um psychologische und philosophische Themen

Die Texte, die ich schreibe, erfordern allen Mut, den ich aufbringen kann, und all meine Kraft. Ich versuche zu erklären, wie meine Krisen entstanden sind und wie meine Probleme sich entwickelt haben. Worunter ich gelitten habe und was mir Hoffnung gegeben hat. Man könnte es als Selbstexperiment bezeichnen. Dabei geht es mir darum so ehrlich zu sein wie möglich. Immer wieder versuche ich beim Schreiben, den Ursachen der Gewalt in meiner Familie auf den Grund zugehen, sie zu verstehen und ihre Folgen klar zu benennen. Auch um mit diesem Wissen eines Tages dazu beizutragen, dass andere Menschen weniger von dieser Gewalt selbst erfahren, sie rechtzeitig erkennen und sich ihr entziehen können.

Ich freue mich über jeden, der mit liest und an diesem Experiment teilnehmen möchte. Ich möchte euch herzliche einladen, mit mir über alle Themen, über die ich schreibe, zu diskutieren.

Wie ist der Blog strukturiert?

  • Briefe an meinen Vater -> Ich schreibe an meinen toten Vater
  • Tagebuch -> Tägliche Ereignisse und Gedanken finden hier ihren Platz
  • Lebensgeschichte -> Nach Alter sortierte Erzählungen aus meinem Leben
  • Informationen -> Wissenswertes zu verschiedenen Themen

 

 

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23 Gedanken zu “Über diesen Blog

  1. acdisla schreibt:

    Hallo, vieles habe ich wiedererkannt. Die mal gleichgueltige, egozentrische Mutter, der ich im besten Fall gleichgueltig war. Meist war ich jedoch die junge Konkurrentin um die Vereinnahmung meines Vaters. Abartig, doch das kann man erst als Erwachsene erkennen. Mit 89 Jahren hat sie mich dann angebettelt „ich habe mich geändert“. Doch da habe ich sie nicht mehr gebraucht. Ich habe sie verlassen, bin in mein fernes Fluchtland zurueck gereist. Eine „Miezetakse“, wie meine Tochte als Kind sagte, habe ich noch unterwegs mitgenommen, um die Kälte zu vertreiben. Drei Tage später erstickte sie – Mutter ist so schwer zu sagen- am eigenen Blut.

    Gefällt 2 Personen

    • briefabsender schreibt:

      Danke für den Zuspruch! Manchmal weiss ich nicht, ob ich weiter schreiben soll, weil es ja auch schwere Themen sind und ich viel Zeit für mich brauche in der Therapie. Aber dann freue ich mich auch, wenn einige schreiben, dass es ihnen hilft oder sie selbst bestimmte Dinge aus ihrem Leben wiedererkennen. Lg

      Gefällt 1 Person

      • mutterjob schreibt:

        Was Du da durch machst ist sicherlich Hardcore! Halte Durch! Ich dachte auch mal, dass mein Leben nie wieder lebenswert sein würde. Ich konnte mich irgend wann nicht mehr daran erinnern, wann ich einen schmerzfreien Tag hatte. Da kommt man auf komische Ideen… zum Glück bin ich vorher mal mit mir hart ins Gericht gegangen. Hat lange gedauert wieder ins Leben zu finden.

        Gefällt 2 Personen

  2. jnbender schreibt:

    Hallo Martin,
    Ich hoffe, es geht dir soweit in Ordnung 🙂 Ich habe lange überlegt, ob ich es wirklich tun sollte, aber ich würde dich gerne etwas fragen – natürlich musst du nicht antworten wenn du nicht magst… Da du selbst in einer schlimmen Situation steckst und mal Selbstmordgedanken hattest, wirst du mir vielleicht einen Rat geben können: die Freundin eines guten Freundes ist depressiv, lässt sich aber nicht helfen, es geht immer auf und ab, was ihn extrem fertig macht. Was kann man da tun? Ich meine, hast du irgendeinen Tipp, eine Idee? Mit gehen inzwischen einfach die Ratschläge aus (und um ehrlich zu sein habe ich ein bisschen Angst um ihn) …
    Es tut mir leid, dich mit sowas zu belästigen 😔
    Ich wünsche dir noch einen schönen Abend!
    Lg Nina
    PS: ich bewundere deine Kraft, mit all deinen Lastern umzugehen, sie zu bewältigen…

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    • briefabsender schreibt:

      Hallo Nina,

      Erstens: Es ist gut, dass jemand, also du und dein Freund, bemerken, dass offenbar etwas mehr dran sein könnte, als mir etwas Traurigkeit. Der Wechsel und das Auf und Ab können natürlich auch symptomatisch sein für eine Depresssion oder eine Lebenskrise. Du und dein Freund solltet wissen, dass letztendlich jeder Mensch auch eine Eigenverantwortung trägt. Das bedeutet, sich auch um das eigene Wohlergehen zu kümmern und sich hilfe zu suchen, wenn es mal alleine nicht klappen will.

      Am besten ist vielleicht etwas anonymes, wenn sie angst hat oder sich mit dem Gedanken von Therapie nicht abfinden kann. Die Psychiatrie ist vermutlich eher die letzte aller Anlaufstellen. Da kommt es dann auch stark drauf an welche und auf welcher Station man ist. Wenn man die Psychiatrie vermeiden kann, ist das gut.

      Also besten telefonisch einen Krisendienst anrufen. Am besten anonym. Das kannst auch du machen, und dich dort erkundigen, was es in eurer Umgebung für Möglichkeiten gibt, die passen könnten. Du kannst der Freundin des Freunds, oder er selbst, auch die Telefonnummer geben. Am besten ist es den Leuten etwas Zeit zu geben, es anonym zu machen, zumindest den Erstkontakt uns den Weg möglichst kurz. Also Telefonnummer aufschreiben, der Freundin liebevoll geben und abwarten. Das kann mal ein paar Tage oder Wochen dauern, bis man sich dann dort meldet. Dann auch ruhig irgendwann nachfragen, vielleicht anbieten zusammen dort anzurufen oder vorbeizugehen. Natürlich klappt das nur, wenn die Selbstmordgedanken noch nicht in Konkrete Pläne münden, bzw sehr akut sind.

      Vielleicht hilft dir das ja weiter. Am besten ist es vielleicht, wenn dein Freund selbst beim Krisendienst anruft, kann auch anonym sein, die sagen dann bestimmt, wie er seine Freundin am besten darauf anspricht und ihr helfen kann. In der Regel arbeiten da sehr sensible und kompetente Leute.

      Lg

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      • briefabsender schreibt:

        Achja, natürlich Hilft der telefonische Krisendienst auch dabei die eigenen Gefühle als angehöriger zu verstehen und zu sortieren. Das kann wichtig sein, dass man sich selbst nicht ganz vergisst beim Hilfe leisten.

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      • jnbender schreibt:

        Das Problem ist, dass sie sich selbst aufgegeben zu haben scheint. Sie würde sich vermutlich tatsächlich nicht umbringen, weil sie ihm das nicht antun will, aber es geht ihr – und ihm – in letzter Zeit immer schlechter. Sie hat kein Selbstwertgefühl… Sollte man sie mit so einer Möglichkeit während so eines „Tiefs“ ansprechen oder lieber warten bis sie ein bisschen „stabiler“ ist? Ich weiß nicht, wen ich sowas sonst fragen sollte…

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      • briefabsender schreibt:

        Such dir ein Krisentelefon und ruf dort mal an. Tiefs und Hochs sind auch sehr unpräzise. Die Frage ist, wie sie sich äußern. Such dir doch gleich mal ein Krisentelefon raus und ruf dort an. Meistens sind die um die Uhrzeit erst recht besetzt. Die können dir sicher weiterhelfen, wenn du ihnen ein bisschen erzählst, wie die Situation ist.

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  3. Weena schreibt:

    Ich bin heute auf deinen Blog gestoßen und sehr beeindruckt über die Tiefe und Ehrlichkeit. Ich bin aus meiner Situation gerade erst weggelaufen. Es war neu für mich, ich kannte bisher keine schlimmen Depressionen und hoffe, dass mir die räumliche Trennung gut tut, dass ich wieder gesund werde … Ich werde deinen Blog weiter mitlesen und vielleicht hilft er mir ein bisschen, mich selbst zu verstehen.

    Gefällt 1 Person

    • briefabsender schreibt:

      Danke für Deine Nachricht. Ich denke schon, dass Du wieder glücklicher wirst. Vor allem, wenn Du zuvor noch nie Depressionen hattest. Es ist sicherlich vor allem eine Reaktion auf die Umstände. Manchmal nenne ich Depression auch nicht Depression, weil das immer so klingt, als wäre alles nur eine „Krankheit“. Meistens, und ich habe schon sehr, sehr viele depressive Menschen sehr intensiv kennen gelernt, gibt es einen Grund für die Traurigkeit. Und es gilt immer zu unterscheiden zwischen eine gesunden Reaktion auf eine ungesunde Situation und umgekehrt. Manchmal sagt ein Arzt, in Phasen, in denen ich traurig bin: „Ja, ihre Depression …“ Dann sage ich „Nennen wir es lieber das, was es ist: Eine berechtigte Form von Traurigkeit.“

      Sich selbst zu verstehen ist eine Herausforderung, der die meisten Menschen niemals Herr werden 🙂 Viele haben für ihr eigenes Glück auch gar nicht die Notwendigkeit. Sich selbst zu verstehen ist eine der größten Herausforderungen in unserem Leben und ähnlich komplex wie das Universum. Tausende Faktoren, psychische, physische, emotionale, alle miteinander verknüpft. Erfahrungen, gemachte und fehlende, Gelerntes und Erlebtes, Beziehungen und Sehnsüchte danach. Da ist so vieles. Um ehrlich zu sein, nicht mal die Therapeuten blicken da wirklich durch. Um sich selbst zu verstehen muss man viel investieren und sehr viel Geduld haben, neugierig sein und besonders mutig. Aber es lohnt sich, weil es die vermutlich spannendste Reise ist, die man machen kann. Die Reise, die ich hier letztendlich für mich aufschreibe und teile, weil ich finde, dass diese tiefen Einblicke in das Selbst, die Persönlichkeit und die Frage nach dem Ursprung der persönlichen Gefühle und die Wege der Entwicklung, die gegangenen und die möglichen, einfach unglaublich faszinierend sind. Ohne Ehrlichkeit kommt man dabei nicht weit. Ehrlich mit sich selbst zu sein, das ist eine harte Aufgabe. Aber nur dann bekommt man die echten Antworten, die, die einen manchmal aus dem Schlamassel rausholen (und einen vorher noch tiefer hineinziehen :)).

      Diese Reise anzutreten ist sehr mutig von Dir und ich wünsche Dir viel Erfolg dabei und Kraft. Deine Mühe wird sich sicherlich auszahlen. Denn sich selbst zu kennen, kaum jemals gänzlich aber in immer größeren Teilen, kann einen erfüllen und einem das Gefühl zurück geben das Leben als der Mensch zu leben, der man ist und der man sein möchte.

      Lg

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      • Weena schreibt:

        Danke für deine ausführliche Antwort. Ja, ich befürchte, dass es kein leichter Weg wird und dauern kann. Am liebsten würde ich morgen früh wieder aufwachen und alles ist gut …
        Liebe Grüße
        Weena

        Gefällt 1 Person

      • briefabsender schreibt:

        Ja, das kann ich sehr gut verstehen. Ich wünschte mir das auch oft. Aber ganz so einfach ist das nicht. Allerdings geht es dann manchmal schneller als man denkt. Irgendwas ändert sich und plötzlich wird alles gut. So gut, dass man fast vergisst was vorher war. Wenn es die erste „Depression“ ist, dann ist es auch schwer zu verstehen, dass es auch wieder besser wird, in den meisten Fällen. Die Depression ist ein Hinweis, dass man etwas im Leben verändern sollte, um wieder mehr im Einklang mit seinen Wünschen und Gefühlen zu leben. Das ist an sich nichts schlechtes. Manchmal weiß man nur nicht sofort, was es genau ist, das man tun oder verändern soll. Mit der Zeit findet man das heraus. Schreiben ist ein guter Weg sich Dinge bewusst zu machen, zu teilen und dem Prozess eine gute Form zu geben. Das machst Du doch schon mal ziemlich gut 🙂 Lg

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