08.01.2018 – Überwinden

Das Baby entwickelt sich sehr gut und es scheint ihm gut zu gehen, hoffentlich. Ich selbst habe immer noch starke Schmerzen, liege immer noch nur herum, weil ich gar nicht sitzen kann. Selbst beim Laufen bekomme ich mittlerweile Schmerzen.

Morgen gehe ich zum MRT. Ich habe Angst.

Oft denke ich nach: Wie wäre mein Leben verlaufen, wenn ich einfach gar keine Familie gehabt hätte, anstatt eine, in der Gewalt, Chaos und Arroganz an der Tagesordnung sind. Immer wieder werde ich Zeuge davon, wie meine Mutter und Schwestern andere Menschen einfach nur kacke behandeln. Sie beanspruchen das Recht sich permanent zu amüsieren und alle anderen Menschen müssen absolut treu sein und jeder Zeit zu ihrem Spaß zur Verfügung stehen. Gleichzeitig setzen sie sich für Nichts in dieser Welt ein, um sie ein Stückchen besser zu machen.

Die Antwort ist klar: Ohne meine Familie, ganz allein, wäre ich früher Vater geworden, hätte ich mehr Selbstbewusstsein gehabt als junger Mann und hätte mich im Leben weniger verirrt.

Immer noch suche ich nach Worten um zu beschreiben, was meine Mutter an Gewalt getan hat. Aber ich finde sie nicht. Es gibt keine Worte, die die tiefe, ungefilterte Boshaftigkeit, die strategische und gleichzeitig impulsive Gewalt beschreiben können, so dass sie jemand versteht. Viele denken, es handelt sich nur um typische Gewalt in einer Familie, aber das wirkliche Ausmaß dessen, was dort vollkommen vorsätzlich jahrzehnte lang geschehen ist, versteht kaum jemand. Weil meine Mutter es auf diese Weise nur mit mir und sehr wenigen anderen ausgelebt hat.

Wenn ich zum MRT gehe, alleine, wie immer, dann weiß ich, dass es von keinem aus meiner Familie Mitgefühl gibt, ganz egal, wie schwer alles das ist mit einem kleinen Baby. Mitgefühl macht einfach keinen Spaß in meiner Familie und niemand würde etwas tun, das keinen Spaß macht, nur weil es jemand anderem gut tut. Das Selbst als Zentrum der eigenen Welt. Eine Familie von Selbstfixierten und Selbstverliebten. Ich wünscht, ich wäre mit anderen Menschen aufgewachsen.

Oft denke ich: Wenn ich zu meinem Baby so lieb sein kann, obwohl ich so extreme Schmerzen habe und so krank bin, und trotz allem was ich erlebt habe, wie schwach und krank muss dann meine Mutter gewesenm sein, dass sie geschlagen und geschrien und gewütet und gegrabscht hat, obwohl sie vermutlich einhundert mal mehr Energie hatte, als ich und meine Frau zusammen.

Es ist die Respektlosigkeit vor dem Leben, die mich von meinen Schwestern und meiner Mutter abstand nehmen lässt. Niemand von ihnen respektiert das Leben. Der Selbstmord meines Vater hat sie nie dazu bewegt, das Leben anderer mehr wertzuschätzen. Sie fühlen nicht, was ich fühle. Irgendetwas fehlt ihnen in ihren Herzen. Da, wo bei anderen echte Ruhe und echtes Mitgefühl zu finden ist, ist bei meiner Familie nicht mehr als eine funktionslose Attrappe an erlernten Verhaltensweisen, die ihnen selbst und anderen vortäuschen soll, dass sie diese Empfindungen auchhaben können. Aber sie können sie nicht haben. Meiner Schwestern haben die Genetik meiner Mutter. Wessen Kind ich bin, weiß ich manchmal nicht. Ich scheine nicht in die Familie zu passen.

Das Baby schreit. Ich habe Schmerzen. Ich bin traurig, dass meine Familie den meisten Teil meines Lebens zerstört hat, mutwillig und im Wissen, dass es mich kaputt machen wird. Oft genug habe ich gesagt, was alles das mit mir macht. Genau genommen haben ich keine Familie. Ich bin mit drei anderen Menschen aufgewachsen, die mich als notwendiges Übel betrachtet haben und unter deren Depressionen und Aggressionen ich gelidne gesagt voillkommen zermrbt wurde, weil sie ihre gesamten Krankheiten immer auf mir abgeladen haben und sich nie angemessene Hilfe gesucht haben. Nur aus einem Grund: Wegen ihrer vollkommen übersteigerten Selbstverliebtheit.

Ich wünsche mir, dass ich noch Zeit bekomme, in der ich gesund sein kann und wirklich Leben. Am besten ohne meine Schwestern und Mutter. Endlich einfach Leben, ohne Wahnsinn und Wut und Arroganz. Ich hoffe es sehr.

Denn ich liebe meine Frau und meinen Sohn und wir alle drei haben uns verdient gemeinsam auch einfach glücklich zu sein. Irgendwann. Wenn die Schmerzen und die körperlichen Folgen des Wahnsinns meiner ursprünglichen Familie überwunden sind.

Advertisements

Ein Gedanke zu “08.01.2018 – Überwinden

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s