01.10.2017 – Nachtruhe und Nichtbrückentag

Nun sitze ich schon so lange nicht mehr. Ein weiteres Wochenende im Liegen ist vorbei. Das Brennen in meinem Hintern hat wieder angefangen. Noch ein paar Wochen bis zur Geburt meines Sohnes.

Immer weniger habe ich Lust auf Menschen. Facebook, Linkedin, XING, whatsoever.

Jeder ist jemand. Leaders, Founder, Influencer sprechen über Life-changing Moments, Success und Social Media. Und niemand von ihnen bereichert die Welt auf irgendeine Weise.

Freunde, die Reisen, Firmen gründen, Famienfotos posten.

Die Schmerzen zeigen mir eine Welt, die ich vergessen glaubte. Die Welt, wie ich sie als Kind kannte. Eine Welt in der ich nicht daran glaube, dass das, was die Menschen um mich herum treiben, zielführend und ehrlich ist. Es ist ein haufen gequirlter Käse. Leider wird ihnen das erst auffallen, wenn sie 80 sind.

Oft bin ich froh niemanden zu sehen, der so neben der Spur ist.

Die Schmerzen sind wiedergekommen,aber ich habe schon Ibuprofen und einen Muskelentspanner für die Prostata, Alfuzosin, genommen. Vielleicht kann ich damit ja schlafen.

Meine Frau schaut einen Film über Tanzen.

Morgen hab ich keinen Brückentag und muss arbeiten. Naja, dann ist es eben so. Es nervt mich mit den Schmerzen zur Arbeit zu fahren und 8 Stunden auf meinem Spazialkissen zu sitzen, rumzuprogrammieren trotz Schmerzen und trotzdem ich eigentlich gerne einfach alleine wäre.

Egal, durchhalten. Nicht sitzen, und durchhalten. Manchmal Frage ich mich, wie meine Freunde oder Familie sein würden, wenn sie seit Monaten nicht sitzen könnten und all die ganzen Schmerzen hätten. Ich glaube, sie würden einen Aufstand machen und es nicht packen.

Naja, was soll’s. Zeit für die Nachtruhe. Morgen muss ich ja wieder das unmögliche vollbringen. Mit multiresistenten Bakterien Arbeiten gehen. Deichhalten. Ich muss durchhalten.

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4 Gedanken zu “01.10.2017 – Nachtruhe und Nichtbrückentag

    • briefabsender schreibt:

      Naja, bis zur EZ will ich jetzt noch durchhalten, wenn’s geht. Dann hoffe ich die Pause und die Teilzeit helfen. Das Problem ist eher, dass niemand rausfindet was wirklich das Problem ist, nach diesem OP Desaster damals. Leider hat niemand ein Interesse daran. Aber ohne die Ursache zu finden, kann man eben auch nicht viel behandeln :/

      Gefällt 1 Person

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