02.01.2017 – Auf der Suche

Mittlerweile bin ich mir ziemlich sicher, dass ich die Therapie im Ausbildungsinstitut nicht machen möchte. Aber dass ich eine gute Therapie brauche, soviel ist klar.  Alleine bin ich total überfordert mit den ganzen Themen, die immer wieder auf mich einprasseln und von meiner Familie bekomme ich so gut wie gar keine Unterstützung, weil niemand wahrhaben will, was ich erzähle.

Deshalb suche ich nun nach einer Traumatherapie. Das Schwierige ist die Vielzahl der Traumen, die sich angesammelt haben:

  • Sexueller Missbrauch
  • Schwere Vernachlässigung
  • Körperliche und emotionale Gewalt
  • Der Selbstmord meines Vaters
  • Die Tumorerkrankung
  • Der Krankenhausunfall und die jahrelangen Schmerzen
  • Die Psychose meiner Frau
  • Der Psychiatrieaufenthalt

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass dies genügend Gründe sind, um eine Traumatherapie zu machen. Aber ich werde mir etwas Zeit lassen, herauszufinden, wo ich diese machen werde. Ich brauche jemanden, der offen dafür ist und sich wirklich auskennt. Nicht nur theoretisch, sondern tatsächlich. Das wird nicht so einfach sein. Wenn ich eine stationäre Therapie machen würde, würde ich meinen Job verlieren, aber um ehrlich zu sein, ist mir das im Moment ziemlich egal. Irgendwie muss ich etwas tun, sonst wird das alles nichts. Auf die Hilfe meiner Familie kann ich vergeblich warten. Niemand wird sich auch nur einen Millimeter aus seinem Komfortbereich bewegen. Schon zu oft haben sie alle zugesehen, wie ich in Kliniken und Therapien gelandet bin, nur weil niemand bereit war mit mir über den Missbrauch zu sprechen. Diesmal versuche ich es erst gar nicht. Ich habe gelernt, dass meine Familie mir vermutlich niemals helfen wird. Sie selbst werden denken, dass sie mir immer viel geholfen haben, aber das beschränkt sich nur darauf mich in Kliniken zu besuchen, wenn ich zusammengebrochen bin, nachdem zum 1000. mal alle wütend auf mich waren, weil ich unter den Folgen der Misshandlungen leide.

Diesmal werde ich das alleine durchziehen. Und wenn ich das tue, werde ich von meiner Familie definitiv keinen Besuch empfangen, solange ich Therapie mache. Dann will ich keinen sehen, der mir wieder erklärt, dass doch alles nicht so schlimm sei und ich alles einfach vergessen sollte. Diesmal werde ich nicht wieder mitspielen und so tun, als wäre ich einfach depressiv oder psychisch krank und deswegen ohne jeglichen Grund einfach zusammengebrochen. Diesmal gibt es keine alternative zur Wahrheit.

Fest steht, dass ich etwas tun muss. Das Arbeiten … drauf geschissen … Ich versuchs jetzt mal, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass ich das so schaffen kann oder es sinnvoll ist das zu schaffen.

Bei einer Therapeutin habe ich angerufen und um einen Rückruf gebeten. Mal sehen, ob sie sich meldet. Vielleicht kann sie mir zumindest empfehlen, wo ich eine gute Traumatherapie bekommen kann.

 

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Ein Gedanke zu “02.01.2017 – Auf der Suche

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