11.02.2016 – Familienfantasie

Hallo Papa,

Heute hatte ich meine Therapie mal am Morgen, gleich um 8 Uhr früh. Als ich hingegangen bin, war ich sehr schlecht drauf, hatte viele Selbstmordgedanken. Dann sollte ich mir in der Therpie vorstellen, wie meine Beziehung in der Zunkunft, in eingen Jahren wäre. Zuerst musste ich weinen, weil ich dachte, dass ich dann nicht mehr leben würde, denn die Bedingung zur Vorstellung war, dass ich mir vorstellen würde, dass sich an meiner psychischen Gesundheit nichts ändert. Dann habe ich mich darauf eingelassen und mit vorgestellt, wie es wäre. Ich habe mich mit meiner Freundin zusammen gesehen, in einem eigenen Haus, in der Küche, mit unseren beiden Kindern. Wir hatten ein Mädchen, das ungefähr 3 Jahre alt war, und einen Jungen, der vielleicht 6 Jahr alt war. Meine Freundin hat ein veganes Gericht gekocht und ich stand im Türrahmen und habe mich mit ihr und drn Kindern unterhalten. Die Kinder wussten von meiner Krankheit und sie konnten offen mit mir darüber sprechen. Natürlich in etwas abstrakter Form, so dass sie nicht von Details überfordert wären. Die Stimmung in der Küche war gut.
Während ich das so erzählt habr musste ich anfangen zu weinen, aber nur ein bisschen. Das alles war sehr intensiv. Das Thema meiner Therapie ist der Rollenwechsel, in dem ich mich befinde, hin zum erwachsenen und potentiellen Familienvater. Ich stehe also davor die Rolle neu zu füllen, die für mich mein Vater hatte. Naja, sowas alles mache ich am Donnerstag morgen.

Dein rollenwechselnder Sohn

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