Lebensgeschichte: Schlechte Zahlen und brutale Farben

Im Verlauf meines Lebens entwickelte sich eine regelrechte Angst vor Dingen, die mit meiner Mutter zu tun hatten.

Dinge dir sie berührt oder benutzt hatte, entwickelten einen unerträglichen Ekel. Die Farbe rot, die ihre Lieblingsfarbe war, konnte ich nicht mehr benutzen, weder wenn ich als Porgrammierer ein Interfacr benutzte, noch, wenn ich eine roten Pullover im Kleiderschrank hatte. Ich wich auf Orange- und Pinktöne aller Art aus und vermied die Farbe rot, wann immer ich konnte.

Zahlen, die mich an meine Mutter erinnerten, konnte ich nur unter Schmerzen benutzen. Alles Zahlen zwischen 30 und 50, also ihre Geburtstage, die ich miterlebt hatte, verwirrten und ängstigten mich. Ich bildete sie im Quellcode durch Additionen oder Multiplikationen ab, wenn es mir unmöglich war sie zu verweden.

Lange versuchte ich jedes Detail meines Lebens vor meine Mutter zu verstecken. Ich hatte panische Angst, sie könnte erfahren, was ich tat, fühlte oder plante. Wie immer hätte sie es vereinnahmt, für sich beansprucht oder ins bodenlose kritisiert.

Mein gesamtes Leben wurde von der Angst vor den Misshandlungen meiner Mutter durchzogen. Wie durch tiefe klaffende Wunden, die mich übersähten, war ich gezeichnet von den mehr als zwanzig Jahren des sexuellen, psychischen und emotionalen Missbrauchs. Bis zur Unkenntlichkeit traumatisiert versuchte ich zu leben und schaffte es nur schwer.

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