Lebensgeschichte: Die Verwandlung

Jedes Jahr feierte die Menschheit ein mir fremd anmutendes Fest, zu dem sie allesamt in neue Identitäten schlüpften und ihr Äußerstes gaben, um ihr Äußeres so zu gestalten, dass es der Lächerlichkeit bedingungslos preisgegeben werden konnte. Dies taten sie dann mit einer für mich wenig nachvollziehbaren Hingabe, während sich die ganze Welt im Ausnahmezustand zu befinden schien. Um nicht aufzufallen, entschloß ich mich dem Spektakel beizuwohnen und akzeptierte die Verwandlung, die nicht länger und nicht kürzer zu dauern dürfen schien, als die maximale durchschnittliche Lebenserwartung einer Eintagsfliege.

Im folgenden ein bildhafter Auszug meiner Metamorphosestadien:

mexican-guyThe Mexican Guy: Das wohl beste Stadium meiner Verwandlung

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Bereits mehr als zehn Jahre bevor Johnny Depp als androgyner Pirat die Herzen der Frauen im Sturm eroberte, versuchte ich mich mit dem selben Erscheinungsbild, allerdings mit ausbleibender Wirkung.

papageiDas buntes Gefieder erbrachte mir einige Erkenntnisse: Ein Plastikschnabel stört beim atmen und was immer ich in meinem Leben war, ein Papagei war ich nicht. Mädchenherzen zu erobern war in diesem Outfit ebenso unmöglich, wie von Geschlechtsgenossen ernstgenommen zu werden.

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