Lebensgeschichte: Mein Freund der Baum

Die erste wirklich gefestigte Erinnerung an mein Leben ist Licht, das durch Grün funkelt. Es funkelt durch das pflanzliche Grün der Blätter. Ich erinnere mich an ein wohliges, warmes Gefühl. Das Wiegen der Blätter im Wind beruhigte mich damals und ich befand mich in einem Zustand von Entspannung.

Möglicher Weise die einzige wirkliche Form von Tiefenentspannung, die ich in meinem Leben genießen konnte.
Aus Erfahrung und durch Stimmen, die mich umgeben wusste ich, dass Menschen in meiner Nähe waren. Ich wusste, es sind die Menschen meines Vertrauens. Gefühlt meine Großmutter und meine Mutter und mein Vater. Aber vielleicht auch weitere Personen. Die Atmosphäre war gefahrlos und sehr Zufriedenstellend.

wallnussNachdem ich meiner Mutter davon berichtet habe, hat sie mir von dem Wallnussbaum im Garten erzählt, unter dem ich im Sommer als Kind lag, um mich vor der Sonne zu schützen, während die anderen sich in selbiger gebräunt oder zusammen diniert haben.
Jener Wallnussbaum, dessen grüne Kastanien ich später aus kindlicher Experimentierwut und Anzeichen früher Persöhnlichkeitsstörungen mit einem Badmintonschläger gegen die weiße Fassade unseres Hauses geschmettert habe.

Das Gefühl jedenfalls, das ich in eben jenem Moment zu Beginn meines Lebens erfahren habe, würde ich heute als Glücklichkeit bezeichnen.

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