Lebensgeschichte: Aufgedeckt!

Viele der Gefühle, die mich in meinem späteren Lebensweg geplagt haben, könnten eine mögliche Ursache in weit entfernten Ereignissen meiner Kindheit haben.

Die Erfahrung, fast im Bett erstickt zu sein, könnte nicht nur dazu geführt haben, dass sich mein Gehirn möglicher Weise anders entwickelt oder etwas Schaden genommen hat, sondern auch Gefühlszustände und Depressionen begünstigt haben, unter denen ich in hohem Alter sehr gelitten habe.

Nach der Erzählung meiner Mutter, habe ich im Bett meiner Eltern geschlafen. Als sie aufgewacht sind, lag ich unter den Bettdecken. Ich soll komplett blau angelaufen sein und so stark aufgewärmt, dass meine Mutter beschreibt, ich hätte über 40° Temperatur gehabt.

Als Erwachsener Mensch, verwundert mich in diesen Zeiten vor allem die Tatsache, dass beide meine Eltern in der Geburtshilfe gearbeitet haben. Als Arzt und Hebamme hätten Sie die heutzutage doch sehr gut bekannte Gefahr kennen müssen, die durch das unbeaufsichtigte Schlafen des Kindes im Bett besteht.

Wie lange ich unter den Decken vor mich hin geglüht habe und wie viel meiner zu diesem Zeitpunkt, auf Grund des noch geringen Volumens und dem Entwicklungszustand, durchaus wertvollen Hirnmasse dabei zerkocht wurde oder verloren gegangen ist, wird wohl für immer ungeklärt bleiben. Zumindest blieb genug übrig, um diesen Text zu verfassen.

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